Akt IV: Beregnungsanlage


Gerade eben die Rückwand im Korpus eingebaut und sorgfältig mit Silikon abgedichtet, musste ich feststellen, dass ich bei der Berechnung der Maße doch glatt den Einsatz bzw. Einbau einer Beregnungsanlage vergessen hatte. Zwischen der Oberkannte der Rückwand und dem Gazedeckel wäre zwar gerade noch Platz für eine reine Bohrung um eine Schlauch durchzuführen. Aber da ich meinem Anspruch gerecht bleiben wollte, das Terrarium möglicht modular aufzubauen, sollte ein Schott das saubere "Abklemmen" der Beregnungsanlage ermöglichen, und dafür fehlten leider einige Millimeter ...

Ein kleiner Teil der Rückwand mußte daher der brachialen Gewalt einer konischen Raspel weichen ...
Die zwei Düsen der Beregnungsanlage - da es Nebeldüsen sind, ist es eigentlich eher eine Beneblungsanlage - wurden an der Innenseite des oberen Türstegs angebracht. Da auch die Düsen ein Schott und keine direkte Befestigungsmöglichkeit besitzen, wurden ca. 5cm breite Teile eines Kunststoff-L-Profils durchbohrt und als Winkel verschraubt.

Mit einem 6/4er Druckschlauch wurden die Nebeldüsen über einen Y-Verbinder mit dem Schott in der Rückwand verbunden.
Die Pumpe wurde unterhalb des Terrariums in dem Unterschrank verschraubt. Die Winkel aus Hartgummi verhindern weitesgehend die Übertragung der Vibrationen auf den Korpus des Unterschranks, jedenfalls die der Pumpe ...

Die Pumpe saugt das (destilierte) Wasser aus einer simplen Kunststoffbox an, die im Normalfall direkt vor ihr in dem Unterschrank steht. Dafür wäre eigentlich eine Schlauchverbindung von etwa 20cm mehr als ausreichend. Um aber den Vorratstank nachfüllen zu können, muss er vorgezogen bzw. aus dem Schrank herausgeholt werden können. Damit bei diesem Vorgang der Schlauch nicht aus der Öffnung im Deckel herausrutscht oder gar an der Pumpe abreißt, musste die Schlauchverbindung Pumpe-Vorratstank eben einfach entsprechend länger sein.

Wenn der Tank dann wieder im Schrank steht, kuschelt sich der Schlauch dann aber blöderweise an die Wände und/oder den darüberliegenden Regalboden und hat damit einen supi Resonnanzkörper. Je nach Position des Schlauchs erzeugt das beim Beregnen (Benebeln) Geräusche irgendwo zwischen dem entfernten Summen einer Biene und dem Lärm eines Netzteillüfters mit Lagerschaden bei Vollast!

Wer 'ne Idee hat ...